In der deutschen Hauptstadt Berlin fand eine Solidaritätskundgebung für den in der Türkei inhaftierten Komiker Deniz Göktaş statt. Bei der Demonstration im Stadtteil Kreuzberg, der als "Klein-Istanbul" bekannt ist und eine hohe türkische Bevölkerungsdichte aufweist, standen Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und das Recht auf ein faires Verfahren im Vordergrund.
An der Kundgebung nahmen zahlreiche Bürger sowie wichtige Persönlichkeiten aus der deutschen Politik teil. Bundestagsabgeordnete

(SPD), Kassem Taher Saleh (Grüne) und Ferat Koçak (Die Linke) betonten in ihren Reden, dass die Meinungsfreiheit ein grundlegender Bestandteil demokratischer Gesellschaften sei.
Die Teilnehmer wiesen mit ihren Plakaten und Slogans darauf hin, dass Humor, Kunst und kritisches Denken frei geäußert werden müssten, und forderten die Wahrung des Rechtsstaatsprinzips.

Kenan Kolat: "Wo Freiheit auf die Probe gestellt wird, ist die Lage derer, die am meisten kritisieren."
Der ehemalige Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland und ehemalige Vorsitzende der CHP Berlin-Union,

, erklärte, dass die Veranstaltung nicht nur für eine Person, sondern für die Demokratie und die gemeinsame Zukunft organisiert worden sei.
Kolat sagte, er habe sich jahrelang dafür eingesetzt, dass Menschen unterschiedlicher Ansichten, Glaubensrichtungen und Herkünfte friedlich zusammenleben können, und dass die Rechtsstaatlichkeit, die Demokratie sowie die Grundrechte und Freiheiten dafür die grundlegende Garantie seien.
Kolat äußerte, dass die Zurückhaltung von Menschen in einem Land, ihre Gedanken zu äußern, Kritik zu üben oder Humor zu produzieren, nicht nur Einzelpersonen, sondern die gesamte Gesellschaft betreffe, und sagte weiter:
"Wo Freiheit auf die Probe gestellt wird, ist die Lage derer, die am meisten kritisieren und am andersdenkendsten sind."

"Gerechtigkeit muss für alle gelten"
In seiner Rede betonte Kolat, dass Gerechtigkeit im Einklang mit universellen Rechtsprinzipien angewendet werden müsse, und erklärte, dass jeder das Recht auf ein faires Verfahren habe.
Kolat erklärte, dass die Demonstration nicht dazu diene, Wut zu schüren, sondern um den Glauben an das Recht zu stärken, und äußerte den Wunsch nach einer demokratischen Türkei, in der Kunst, Humor und Gedanken frei existieren können.

"Demokratie bedeutet, Kritik ertragen zu können"
Kolat stellte fest, dass Demokratie nicht nur aus Wahlen bestehe, und sagte, dass die Fähigkeit, unterschiedliche Ansichten zu tolerieren und das Recht über politische Debatten zu stellen, eine grundlegende Voraussetzung für demokratische Gesellschaften sei.
Kolat erklärte, dass Millionen von Menschen türkischer Herkunft in Europa wüssten, dass ein starker Staat ein Staat sei, der keine Angst vor Kritik habe, und beendete seine Rede mit folgendem Aufruf:

"Möge die Gerechtigkeit nicht verzögert werden. Möge die Rechtsstaatlichkeit unbestritten angewendet werden. Mögen Meinungsfreiheit und das Recht auf ein faires Verfahren für alle gewährleistet sein. Wir werden weiterhin an der Seite der Hoffnung stehen, nicht der Angst, an der Seite der Solidarität, nicht der Spaltung, an der Seite der Freiheit, nicht der Unterdrückung. Denn wir wissen, dass Gerechtigkeit eines Tages jedem zuteilwerden wird."
Die Demonstration endete mit gemeinsamen Botschaften der Teilnehmer zur Verteidigung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechten.
Nachrichten und Fotos: Mustafa Temel





















Kommentare
…Kommentare werden geladen…