Die von der Türkischen Nationalagentur im Rahmen der Kleinpartnerschaften im Bereich Erasmus+ Jugend unterstützten Ergebnisse des Projekts der Kafkas-Stiftung „Digitales Erbe: Weitergabe an die Zukunft mit den digitalen Fähigkeiten junger Menschen“ wurden auf dem Eminönü Ahi Çelebi Campus der Istanbul Ticaret Universität vorgestellt.
An dem Programm nahmen Projektpartner, Akademiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und junge Teilnehmer teil.
Veysel Arıhan, der Vorstandsvorsitzende der Kafkas-Stiftung, erklärte, dass die Stiftung seit 32 Jahren tätig sei und sich in letzter Zeit auf kulturelle und soziale Projekte für junge Menschen konzentriert habe.
Arıhan merkte an, dass das mit Unterstützung der Türkischen Nationalagentur durchgeführte Projekt auf die digitale Transformation ausgerichtet sei. Er erklärte, dass das Ziel sei, die Bibliothek der Stiftung mit rund 6.000 Büchern sowie die Sammlungen der Projektpartner in verschiedenen Sprachen in die digitale Umgebung zu übertragen.
Arıhan sagte Folgendes: „In unseren Bibliotheken befinden sich Werke in etwa 80 verschiedenen Sprachen. Der Zugang zu diesen Quellen aus verschiedenen Ländern der Welt ist ziemlich schwierig. Wir haben uns überlegt, wie wir diese in die digitale Umgebung übertragen können. Gleichzeitig wollten wir jungen Menschen Schulungen in den Bereichen Digitalisierung, digitale Archivierung und künstliche Intelligenz anbieten.“
Das Projekt wurde in Partnerschaft mit dem Tschetschenischen Institut Paris, dem Tscherkessischen Kulturverein Bremen und der Şamil Bildungs- und Kulturstiftung durchgeführt. Die Teilnehmer führten in der Türkei Untersuchungen in Institutionen wie der Rami-Bibliothek, der Bibliothek des Zentrums für Islamische Studien (İSAM) und dem Forschungszentrum für Islamische Geschichte, Kunst und Kultur (IRCICA) durch. Sie hatten auch die Gelegenheit, die Anwendungen der digitalen Transformation in wichtigen Bibliotheks- und Archivzentren in Deutschland und Frankreich vor Ort zu besichtigen.
Arıhan erklärte, dass die Teilnehmer während des Projekts praktische Schulungen in den Bereichen digitale Archivierung, Datenmanagement und Katalogisierung erhalten hätten. Arıhan sagte: „Heute führen wir als letzten Schritt die Einführung der von jungen Menschen aufgebauten digitalen Bibliothek durch. Sie haben das gesamte System selbst erstellt und die digitale Infrastruktur aufgebaut, indem sie die Daten von A bis Z verarbeitet haben.“
Arıhan erklärte, dass das Projekt der Beginn neuer Arbeiten sei, und fügte hinzu: „Das Durchschnittsalter unserer Freunde liegt bei 24-25 Jahren. Wir haben ein sehr dynamisches Team. Wir haben dieses Projekt als ersten Schritt betrachtet. Wir stehen noch am Anfang. Mit den Erfahrungen, die wir von unseren staatlichen Institutionen, Bibliotheken und verschiedenen privaten Archiven gesammelt haben, wollen wir neue Digitalisierungsprojekte entwickeln und diese mehr Menschen zugänglich machen.“
Im Rahmen des Programms wurden den Teilnehmern die im Rahmen des Projekts entwickelte digitale Bibliotheksinfrastruktur und andere Projektergebnisse vorgestellt.
Projekt Digitales Erbe
Im Rahmen des im Oktober 2025 gestarteten Projekts nahmen die Teilnehmer an Schulungs- und technischen Exkursionsprogrammen im IRCICA, der İSAM-Bibliothek, dem Osmanischen Archiv der Präsidentschaft der Staatsarchive, der Rami-Bibliothek, der Bibliothek für seltene Werke der Universität Istanbul und dem Salt Galata Archiv teil.
Im Rahmen der im März und April durchgeführten Arbeiten wurde eine digitale Bibliotheksinfrastruktur geschaffen, die Scan-, Klassifizierungs- und Analyseprozesse abgeschlossen und ein Automatisierungssystem eingerichtet.
Im Rahmen der Mobilitätsprogramme in Deutschland und Frankreich erhielten die Teilnehmer in der Staatsbibliothek zu Berlin, der Französischen Nationalbibliothek, der La Contemporaine der Universität Paris Nanterre und der Bibliothek des Louvre-Jugendzentrums Schulungen zu digitaler Archivierung, Informationsmanagement und der Nutzung von KI-Technologien in Archivsystemen.
Das von der Türkischen Nationalagentur im Jahr 2025 im Rahmen der Kleinpartnerschaften im Bereich Erasmus+ Jugend unterstützte Projekt wird unter der Koordination der Kafkas-Stiftung in Partnerschaft mit der Şamil Bildungs- und Kulturstiftung, dem Tschetschenischen Institut Paris und dem Tscherkessischen Kulturverein Bremen durchgeführt.
Im Rahmen des Projekts sollen die digitalen Kompetenzen junger Menschen entwickelt, das kulturelle Erbe in die digitale Umgebung übertragen und an zukünftige Generationen weitergegeben werden. In diesem Sinne nahmen die Teilnehmer an Schulungen in Bibliotheken und Archiven in der Türkei sowie in Deutschland und Frankreich teil und führten Arbeiten zu digitaler Archivierung, Datenmanagement und Anwendungen der künstlichen Intelligenz durch.








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