Berichten nationaler Medien zufolge wurde im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles in der Nacht gegen 02.40 Uhr Ortszeit ein bewaffneter Angriff verübt.
Eine bei dem Vorfall verletzte Person wurde ins Krankenhaus gebracht, während die Polizei bekannt gab, dass zwei Verdächtige festgenommen wurden.
Dieser Vorfall war der vierte bewaffnete Angriff, der in den letzten 4 Tagen verübt wurde.
Polizeiwache unter Beschuss
Auch im Brüsseler Stadtteil Anderlecht war am Abend des 21. August eine Polizeiwache mit einer Langwaffe beschossen worden.
Die Polizeizone Brüssel-Süd hatte mitgeteilt, dass es bei dem Angriff keine Toten oder Verletzten gab und dass an der Fassade der Polizeiwache zahlreiche Einschusslöcher festgestellt wurden.
In Saint-Gilles hatte es am 22. August ebenfalls einen bewaffneten Angriff gegeben, wobei der Bürgermeister des Stadtteils, Jean Spinette, erklärte, dass eine Person am Bein verletzt wurde und keine Lebensgefahr bestand.
Spinette hatte angegeben, dass der Angriff mit Drogenhandel in Verbindung stehen könnte und dass die Ermittlungen zur Klärung des Vorfalls andauern.
Im Stadtteil war gestern Morgen gegen 07.00 Uhr Ortszeit ebenfalls geschossen worden, wobei eine Kugel ein Fenster eines Hauses getroffen hatte. Bei dem Vorfall gab es keine Toten oder Verletzten.
Im politischen Zentrum Europas nimmt die drogenbedingte Gewalt zu
Brüssel, das die Institutionen der Europäischen Union (EU) beherbergt, ist in den letzten Jahren aufgrund von Drogenhandel und Auseinandersetzungen zwischen Banden mit zunehmenden Sicherheitsproblemen in den Vordergrund gerückt.
Der Hafen von Antwerpen, eines der größten Eingangstore Europas, gehört zu den Hauptzentren für Kokainlieferungen aus Lateinamerika nach Europa. Laut Behörden wird ein Großteil der ins Land gelangenden Drogen über die Vertriebsnetze in und um Brüssel auf den Markt gebracht.
Tödliche Auseinandersetzungen zwischen den in der Hauptstadt tätigen kriminellen Organisationen sind in jüngster Zeit zu einem der wichtigsten Themen für die Sicherheitskräfte geworden.
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