Vertreter des Tourismussektors in der Ägäis-Region haben erklärt, dass das auf Meer, Sand und Sonne ausgerichtete Tourismusmodell sein Reifestadium erreicht hat und sie sich nun auf Gesundheit und Wohlbefinden als neues Wachstumsfeld konzentrieren werden. Auf dem Panel "Neues Wellness-Reglement des Gesundheitsministeriums und neue Chancen im Gastgewerbe" in Izmir äußerten sich die Branchenvertreter, dass die neue Regelung insbesondere für die Ägäis-Region bedeutende Chancen schaffen werde.
Auf dem Panel, das in Zusammenarbeit mit der Izmir Association for Health Tourism (İZSATU), der Alanya Association for Health Tourism (ALSTUD), der TÜRSAB Izmir BTK und dem Verband der Tourismusunternehmen und Beherbergungsbetriebe der Ägäis (ETİK) organisiert wurde, wurden die Zukunft des Gesundheitstourismus und die Beiträge der neuen Verordnung zur Branche erörtert.
Gesundheitstourismus geht über die Behandlung hinaus
Der Präsident von İZSATU, Bülent Cinel, hob in seiner Eröffnungsrede des Panels hervor, dass sich der Umfang des Gesundheitstourismus in den letzten Jahren erheblich verändert habe.
"Die Welt reist nicht mehr nur für Operationen, Behandlungen oder Eingriffe. Die Menschen reisen heute, um länger zu leben, altersgerecht zu altern, Stressbewältigung, metabolische Gesundheit und geistiges Wohlbefinden zu fördern", sagte Cinel und betonte, dass der Gesundheitstourismus heute ein viel breiteres Konzept geworden sei.
Der stellvertretende Vorsitzende von ALSTUD, Ahmet Girgin, ging auf die Anreize ein, die die neue Verordnung dem Gastgewerbe bieten werde, und sagte, dass Hotels in vielen Bereichen wie internationalen Messeauftritten, der Beschäftigung von mehrsprachigem Personal, digitalem Marketing und Online-Verkaufsplattformen von Unterstützung profitieren könnten.
Yasemin Demirtaş, Vorstandsmitglied von İZSATU, erklärte, dass Reisebüros heute nicht mehr nur Urlaub, sondern Erlebnisse verkaufen, und sagte: "In 10 Jahren werden wir ein gesundes Leben vermarkten."
Neue Chance für die Ägäis-Region
Mehmet İşler, Präsident von ETİK und stellvertretender Vorsitzender von TÜROFED, sagte, dass der türkische Tourismus in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet habe, aber der klassische Strand-, Sand- und Sonnen-Tourismus allein nicht mehr ausreichen werde.
"Wie wir alle wissen, ist der türkische Tourismus seit 2002 mit beeindruckenden Zahlen und zweistelligen Wachstumsraten gewachsen. In den letzten fünf Jahren sind wir von Platz acht auf Platz vier weltweit aufgestiegen. Diesen Punkt haben wir durch Diversifizierung des Tourismus erreicht. Wir haben Meer, Sand und Sonne genutzt, aber es ist ein Sättigungspunkt erreicht. Wir müssen einen anderen Ausweg finden. Denn unser Ziel ist es, bis 2030 100 Millionen Touristen und 100 Milliarden Dollar Einnahmen zu erzielen", sagte İşler und betonte, dass der Gesundheitstourismus eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieses Ziels spielen werde.
Er fügte hinzu, dass die neue Wellness-Verordnung eine wichtige Lücke für den Sektor füllen werde und die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitseinrichtungen und Beherbergungsbetrieben auf eine solidere rechtliche Grundlage gestellt werde.
Vorteile von Izmir treten hervor
İşler erklärte, dass Izmir insbesondere mit seinem Klima, seiner Gastronomie, seinem Lebensstil und seiner natürlichen Umgebung erhebliche Vorteile für den Tourismus im Bereich Gesundheit und Langlebigkeit biete.
"Izmir ist ein sehr wichtiges Zentrum für den Gesundheitstourismus. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Izmir, die Stadt der Premieren und Pioniere in der Türkei, auch in diesem Bereich die Führung übernehmen wird. Es ist offensichtlich, dass wir als Tourismussektor Hand in Hand für den Gesundheitstourismus arbeiten und die Zahl der Touristen in unserer Stadt erhöhen werden. Es gibt sehr gute und erfahrene Köpfe in dieser Stadt. Mit ihnen werden wir die 2,5 Millionen Touristenmarke, die wie das Schicksal Izmirs erscheint, überwinden."
Branchenmeinungen sollten in Verordnungen einfließen
Am Ende seiner Rede betonte İşler die Bedeutung der Einbeziehung der Meinungen des Tourismussektors in den Prozess der Ausarbeitung neuer Regelungen und sagte: "Als Touristiker sind wir Hand in Hand mit dem Gesundheitstourismus. Es ist von Vorteil, wenn einige Verordnungen unter Einbeziehung von uns, den Touristikern, erarbeitet werden. Andernfalls können wir zu Opfern dieser Regelungen werden."
Das Panel endete nach der Beantwortung der Fragen der Teilnehmer.
Bildnachweis: © ETİK






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