Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, die NATO habe sich in Bezug auf Einheit und Abschreckung gestärkt, und kündigte an, dass sein Land Tomahawk-Marschflugkörper von den USA kaufen und diese in Deutschland stationieren werde.
Merz äußerte sich im Bundestag und sagte, der NATO-Gipfel sei mit positiven Ergebnissen über die Erwartungen hinaus abgeschlossen worden, und betonte, dass das Bündnis "vereint, stark und selbstbewusst" sei.
Merz unterstrich den gemeinsamen Willen der europäischen Länder, mehr Verantwortung in der Verteidigung zu übernehmen, und erklärte, Deutschland werde seine Verteidigungsausgaben früher als geplant auf 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern.
Merz bewertete die Notwendigkeit der für die Verteidigung bereitgestellten Ressourcen und sagte: "Selbst das beste soziale Sicherungssystem ist bedeutungslos, wenn wir nicht in Freiheit und Frieden leben."
Merz ging auch auf die im Rahmen des NATO-Gipfels mit den USA erzielte Einigung ein und sagte, Deutschland werde Tomahawk-Marschflugkörper von den USA kaufen und diese in Deutschland stationieren. Er fügte hinzu: "Damit schließen wir eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung. Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, unsere eigenen europäischen Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren."
Merz betonte, dass die NATO ein transatlantisches Bündnis bleiben werde, und erklärte, die europäischen Länder könnten ihre Sicherheit nicht anderen überlassen. "Wir sind in erster Linie selbst für unsere Sicherheit verantwortlich", sagte er.
Merz berichtete weiter, dass Deutschland auch seine Rüstungsindustrie stärken wolle. Er erwähnte, dass der Auftrag Kanadas über 12 U-Boote an ein Konsortium aus deutschen und norwegischen Unternehmen eine der größten internationalen Exportvereinbarungen im Bereich der Rüstungsindustrie in der Geschichte des Landes sei und Tausenden von Menschen über viele Jahre hinweg Arbeitsplätze sichern werde.
In seiner Rede informierte Merz auch darüber, dass die Regierung umfassende Reformen in den Bereichen Wirtschaft, Steuern, Renten und Gesundheit vorbereite, und stellte fest, dass die Sicherheits- und Wirtschaftsprobleme, mit denen Deutschland konfrontiert sei, nur durch Strukturreformen überwunden werden könnten.






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