Hunderte Arbeiter protestierten in Stuttgart unter der Führung der IG Metall gegen geplante Entlassungen im deutschen Automobilsektor und gegen Reformen, die angeblich die sozialen Rechte einschränken würden. Die Gewerkschaft forderte den Erhalt von Arbeitsplätzen, keine Rückschritte bei sozialen Rechten und eine sichere Zukunft für die Industrie.

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Die Reaktion der Arbeiter auf geplante Entlassungen im deutschen Automobilsektor und auf Vorbereitungen zur Einschränkung sozialer Rechte nimmt zu. Die von der IG Metall Gewerkschaft geführten Proteste gegen Beschäftigungsabbaupläne, die bei vielen großen Unternehmen wie Mercedes, Porsche, Audi, Bosch, Festo und Mahle auf der Tagesordnung stehen, dauern an.

Die IG Metall Stuttgart organisierte diesmal einen Protest mit einem Autokorso. Hunderte Arbeiter versammelten sich mit ihren Fahrzeugen auf dem Gelände in der Nähe des Stuttgarter Fernsehturms. Nach einer Kundgebung, die von Gewerkschaftsfahnen, Slogans und Pfeifkonzerten begleitet wurde, fuhren die Arbeiter mit hupenden Autos im Konvoi durch das Stadtzentrum.

Auf der Kundgebung reagierte der Stuttgarter IG Metall-Vorsitzende Liane Papaioannou auf das vom Bundeskabinett vorbereitete Sozialreformpaket und sagte: „Im Namen höherer Gewinne werden Rechte angegriffen, die sich die Arbeiter über Jahre hinweg erkämpft haben. Die geplanten Reformen beinhalten soziale Kürzungen, Preissteigerungen und eine Verschlechterung der öffentlichen Dienstleistungen. Eine Anhebung des Rentenalters, eine Erhöhung der Arbeitszeiten und die Missachtung von tariflich erworbenen Rechten sind inakzeptabel. Wir werden die Solidarität für sichere Arbeitsplätze und eine sichere Zukunft weiter stärken.“

Grev 02
Hintergrund der Streiks und Proteste, die in den letzten Monaten in verschiedenen deutschen Städten stattfanden, sind die von der Regierung geplanten Regelungen zur Einschränkung der Arbeitnehmerrechte, die Entlassungspläne im Automobilsektor und die Unsicherheiten bezüglich der Zukunft junger Arbeitnehmer. Die IG Metall fordert den Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze, die Stärkung Deutschlands als Industriestandort und die Gewährleistung einer sicheren Zukunft für die Arbeitnehmer.

Gewerkschaftsvertreter, die in den letzten Monaten Streiks und Massenproteste gegen Entlassungspläne im Automobil- und Metallsektor organisiert haben, die Zehntausende von Arbeitnehmern betreffen könnten, geben an, dass die Beteiligung an Streiks und Protesten von Tag zu Tag zunimmt, während die Arbeiter betonen, dass sie ihren Kampf gegen Rechteverluste und Beschäftigungsabbau fortsetzen werden.

BabaAjans/STUTTGART