Am Montagmorgen, dem 20. Juli 2026, bin ich früh aufgewacht. Ich war ziemlich aufgeregt. Meine Aufregung hatte zwei Gründe. Erstens war es der 52. Jahrestag der Zypern-Friedensoperation. Als die Operation stattfand, war ich von der ersten in die zweite Klasse der Oberstufe gewechselt. Es war ein heißer, drückender Sommer. Mit der ganzen Aufregung meiner Jugend wurde ich an diesem Tag in den frühen Morgenstunden Zeuge eines historischen Tages, indem ich es im Radio verfolgte. Aus diesem Grund erreicht meine Aufregung jeden 20. Juli ihren Höhepunkt.
Der zweite Grund für meine Aufregung war, dass ich mich mit Freunden in Maltepe treffen würde. Vor einigen Tagen rief mich mein geschätzter Ältester, mein Freund Turgut Hacıefendioğlu, an. Er sagte, wir würden am 20. Juli um 15:00 Uhr Gäste von Tekin Küçükali sein. Er fragte, ob ich kommen würde. Ich nahm diesen Vorschlag gemäß dem Sprichwort „Zögere nicht, wohin du gerufen wirst, zeige dich nicht, wohin du nicht gerufen wirst“ an. Tekin Küçükali ist jemand, den ich liebe, respektiere und schätze. Mit ihm zu plaudern, zusammen zu sein, macht mich sehr glücklich. Außerdem ist Herr Tekin voller Feingefühl und Liebe, respektvoll und wertschätzend. Deshalb kann man einer solchen Einladung nicht widerstehen.
Ali Kemal Aydın sagte, sie würden mich gegen halb drei nachmittags an den Ampeln von Bostancı abholen. Ali Kemal ist mein Landsmann aus Çaykara. Seine Liebe und sein Respekt gegenüber seinen Freunden sind wie ein unerschöpflicher Wasserfall. Er kann seine Gefühle nicht verbergen, er drückt sie sehr offen aus. Er lässt es weder an Respekt gegenüber Älteren noch an Liebe gegenüber Jüngeren fehlen. Herr Ali Kemal sollte zuerst Herrn Turgut aus Suadiye abholen. Ich setzte mich an einer Stelle an der Minibus-Route hin und begann, ein Buch zu lesen. Als ich erfuhr, dass Herr Ergin Kulaçoğlu auch in Bostancı war, rief ich ihn an, damit er zu meinem Standort kam. Herr Ergin kam nach einer Weile mit seinem Stock in der Hand, einem langsamen Gang und einem Lächeln, das nie von seinem Gesicht wich, zu mir. Ich stand auf und bat ihn herein. Wir schüttelten uns herzlich die Hände. Wir erkundigten uns nach dem Befinden des anderen. Er bat mich, mein Buch weiterzulesen. Seine Feinfühligkeit ist etwas Besonderes... Trotz seines fortgeschrittenen Alters geht er jeden Tag raus und trifft sich mit seinen Freunden.
Nachdem wir eine Weile gewartet hatten, kam Herr Ali Kemal und hielt mit seinem Auto vor uns. Wir standen auf. Herr Turgut empfing uns wie immer mit einem lächelnden Gesicht und seiner ganzen Herzlichkeit. Nachdem wir ins Auto gestiegen waren, vertieften wir uns in ein angeregtes Gespräch. Bald darauf erreichten wir unseren Treffpunkt, das Sürmene Pide Restaurant. Herr Tekin empfing uns stehend. Auch er schien aufgeregt zu sein. Nach einem kurzen Plausch setzten wir uns auf unsere Plätze.
Bald darauf kam der Mitarbeiter des Restaurants. Ein freundlicher, herzlicher Mensch. Er fragte, was wir essen wollten. Natürlich isst man in einem Pide-Restaurant Pide. Wir sagten es ihm. Zuvor kam die unverzichtbare Kohlsuppe unserer Region mit Maisbrot. Als wir das Maisbrot in die Suppe bröselten, erfüllte der Geruch der Heimat den ganzen Raum. Ich wurde sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Bevor wir unsere Suppen beendet hatten, kamen als Vorspeise gebratene Bohnenpickles, Kohlrouladen und andere Gerichte. Gebratene Pickles gehören zu den Speisen, die ich seit meiner Kindheit am liebsten mag. Danach standen unsere Pide mit Hackfleisch und Käse zusammen mit Ayran vor uns.
Während wir aßen, vertieften wir uns gleichzeitig in ein angeregtes Gespräch. Später schloss sich uns Prof. Dr. Necmi Kurt an, indem er sich Zeit von seinem intensiven Arbeitsrhythmus nahm. Herr Necmi ist ein Allgemeinchirurg. Er ist ein vielseitig gebildeter Mensch, voller Herzlichkeit und Freundschaft. Auch er gehört zu meinen Landsleuten aus Çaykara, denen ich Respekt und Zuneigung entgegenbringe. Seine Teilnahme an unserem Freundeskreis machte mich und alle unsere Freunde sehr glücklich. Mit der Ankunft von Herrn Doktor wurde unser Gespräch noch intensiver und tiefer.
Die Speisen waren alle köstlich… Der Service im Restaurant war außergewöhnlich… Alle Mitarbeiter waren sauber, aufmerksam und freundlich… Alles war blitzsauber… Dieser Ort ist nicht bedrückend. Ein luftiger Ort… Natürlich verleiht das Essen mit Freunden allem noch mehr Geschmack. Die Herren Tekin, Ergin und Turgut sind alle aus Sürmene…
Ali Kemal Aydın schenkt seinen Freunden bei Treffen Bücher und auch dreidimensionale Atatürk-Bilder. Das ist ein lobenswertes Verhalten. Er brachte das Atatürk-Bild Tekin Küçükali, dem Vater des Restaurantbesitzers. Das war ein bewundernswertes Geschenk. Uns allen gab er als Erinnerung das Buch Das Wir in uns von Doğan Cüceloğlu. Mit diesem zur Gewohnheit gewordenen Verhalten machte er uns sehr glücklich. In einer Gesellschaft, in der das Nichtlesen von Büchern als Fähigkeit angesehen wird, ist dieses Verhalten, das das Buch beinahe heiligt, lobenswert.
Es war fast Abend. Jedes Treffen hat auch einen Abschied. Wir verabschiedeten uns von Herrn Tekin. Es war ein herzlicher Abschied. Der Geschmack der Speisen blieb auf unserer Zunge, die Freude des Gesprächs in unseren Herzen. Sürmene Pide ist ein Ort, den jeder besuchen sollte, dessen Weg nach Maltepe führt. Dort gibt es sowohl Freundschaft als auch Geschmack und Vertrauen.
Ja, gibt es etwas Schöneres als Freundschaft auf dieser Welt?
Adil Hacıömeroğlu


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