Die spanische Datenschutzbehörde (AEPD) warnte vor einem deutlichen Anstieg der Cyberangriffe auf Hotelbuchungssysteme im Juli. Der Behörde wurden im Juli insgesamt 919 Verstöße gegen den Schutz personenbezogener Daten gemeldet. Im Juni waren es 518 und im Juli 2025 wurden 282 solcher Vorfälle registriert.

Obwohl die Daten nicht ausschließlich Angriffe im Hotelsektor umfassen, weist die AEPD besonders darauf hin, dass kriminelle Zugriffe auf die Buchungssysteme von Beherbergungsbetrieben zunehmen. Die erbeuteten Buchungsinformationen können später für Betrugsversuche verwendet werden, die direkt auf Hotelgäste abzielen.

Buchungsinformationen werden zum Betrugswerkzeug

Angreifer greifen über die Systeme der Hotels auf Reservierungsdetails sowie persönliche Informationen der Kunden zu. Diese Informationen lassen Betrugsnachrichten äußerst glaubwürdig erscheinen.

Laut AEPD kontaktieren Angreifer Kunden über Buchungsplattformen, E-Mail oder Messaging-Dienste, behaupten, es gäbe ein Problem mit der Zahlung, und fordern die erneute Begleichung des Buchungsbetrags. Die Behörde stellt fest, dass diese Versuche in einigen Fällen erfolgreich waren und Kunden finanziellen Schaden erlitten haben.

Diese Methode kann verschiedene Straftaten nach sich ziehen, darunter Identitätsdiebstahl und Betrug.

Sicherheitswarnung für Hotels

Die AEPD betont, dass die verantwortlichen Datenverwalter der angegriffenen Hotels die Vorfälle der Polizei oder den Justizbehörden melden müssen.

Die Behörde fordert die Hotels außerdem auf, bei der Auswahl des Personals, das an Buchungs- und personenbezogenen Datenprozessen beteiligt ist, sorgfältig vorzugehen und mit Dienstleistern zusammenzuarbeiten, die ein ausreichendes Sicherheitsniveau gewährleisten können.

Im AEPD-Bericht wird gewarnt: „Hotelbetriebe sollten nur Buchungsmanagementdienste nutzen, die ein ausreichendes Sicherheitsniveau für die persönlichen Daten ihrer Kunden gewährleisten können.“

Buchungsdaten im Tourismussektor kritisches Ziel

Für Hotels beschränkt sich die Gefahr von Angriffen nicht nur auf den Datenverlust. Die Möglichkeit für Kriminelle, echte Buchungsdetails zu verwenden, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden gefälschte Zahlungsaufforderungen für echt halten.

Der starke Anstieg der im Juli gemeldeten Datenlecks zeigt, dass der Schutz der Buchungsinfrastruktur und der Kundendaten von Hotels in Hochreisezeiten für den Tourismussektor zunehmend kritisch wird.

Quelle: https://www.tourinews.es/sucesos/hackers-hacen-su-agosto-en-julio-cibeartaques-hoteles-estafar-clientes-se-dispararon-mes-pasado_4494200_102.html

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