Bundeskanzler und Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union (CDU), Friedrich Merz, bekräftigte, dass seine Partei keinesfalls mit der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) zusammenarbeiten werde.

Merz, der die Fragen der RTL-Moderatorin Pınar Atalay beantwortete, sagte, als er die Äußerungen von AfD-Politikern hörte, die "die CDU zerstören, das System zum Einsturz bringen, den Euro, den Schengen-Raum und den EU-Binnenmarkt verlassen" wollten, habe er gesagt: "Mit dieser Partei, mit diesen Leuten gibt es absolut keine Zusammenarbeit." Merz erklärte: "Ich messe dem Begriff 'Brandmauer' (keine Zusammenarbeit mit dieser Partei) keine große Bedeutung bei. Im Gegenteil, ich möchte die Wähler, die dieser Partei ihre Stimme gegeben haben, zurückgewinnen. Aber ich möchte den Wählern auch sagen: 'Eine Zusammenarbeit meiner Partei mit dieser Partei und ihren Verantwortlichen ist nicht möglich.'"

Kanzler Merz betonte, dass die Grundprinzipien seiner Partei nicht mit denen der AfD übereinstimmen, und sagte: "In sehr wichtigen Bereichen unterscheiden wir uns grundlegend von dieser Partei und denken anders. So unterschiedlich, dass ein Kompromiss absolut unmöglich ist. Ich kann die EU nicht halb verlassen, ich kann die NATO nicht halb verlassen, ich kann die CDU nicht halb zerstören." Merz bekräftigte, dass sie entschlossen seien, mit einer solchen Partei keinesfalls zusammenzuarbeiten. Auf die Frage der Moderatorin Pınar Atalay, "Sind Sie sicher, dass keiner der CDU-Landtagsabgeordneten seine Meinung ändern wird?", antwortete er: "Als Partei haben wir im Plenum so entschieden. Ich gehe davon aus, dass sich alle Parteimitglieder daran halten werden."

Er wurde Ziel schwerer Vorwürfe

In derselben Sendung mit dem Titel "Mit Friedrich Merz am Tisch" wurde Merz ebenfalls Ziel schwerer Vorwürfe. Die Kinderärztin Bea Mescher kritisierte die Gesundheitspolitik der Koalitionsregierung aus CDU/CSU und SPD. Mescher warf Merz vor, seinen Amtseid gebrochen und die Zukunft der Kinder gefährdet zu haben. Bea Mescher sagte, die Politik der Regierung sei der Menschenwürde unwürdig und ruiniere die Menschen.

Merz sagte dazu: "Das überschreitet ein wenig das normale Maß an Kritik." Er erklärte: "Dieser Vorwurf ist eine persönliche Herabwürdigung. Natürlich muss die Bundesregierung offen für Kritik sein und diese akzeptieren. Aber uns und mir persönlich vorzuwerfen, wissentlich meinen Amtseid gebrochen zu haben, ist nicht hinnehmbar."

Auf den Vorwurf eines anderen Bürgers, "Berlin (die Regierung) lässt die Kinder allein, kümmert sich nicht um sie", antwortete er: "Ihre Kritik ist auch etwas harsch. Viele Menschen erwarten mehr Hilfe, mehr Unterstützung. Aber die Möglichkeiten des Staates sind auch nicht unbegrenzt."