Der Verband der Europäischen Türkischen Journalisten (ATGB) reagierte auf die Festnahme der Journalistin Oya Lale Özan Arslan und forderte ihre sofortige Freilassung. Die ATGB verlangte ein Ende der Festnahmen, Verhaftungen, Drohungen und des Drucks auf Journalisten.

In der Türkei wurde eine weitere Festnahme und Verhaftung von Journalisten registriert. Die Journalistin Oya Lale Özan Arslan wurde nach ihrer Festnahme wegen der Vorwürfe der „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen“ und der „Propaganda für eine Terrororganisation“ verhaftet.

Es wurde berichtet, dass Arslans Social-Media-Beiträge und ihre Sendungen auf YouTube von einigen regierungsnahen Personen ins Visier genommen wurden. Arslan, die bei der Staatsanwaltschaft aussagte, wurde von dem Gericht, an das sie mit dem Antrag auf Verhaftung überwiesen wurde, festgenommen.

ATGB: Journalistische Tätigkeiten dürfen nicht als Verbrechen eingestuft werden

Der Verband der Europäischen Türkischen Journalisten (ATGB) reagierte in einer Erklärung auf die Festnahme von Oya Lale Özan Arslan. Es wurde argumentiert, dass Arslans Verhaftung wegen des Vorwurfs der „Verbreitung irreführender Informationen an die Öffentlichkeit“ aufgrund eines Programms, das sie mit ihrem Kollegen Erk Acarer durchgeführt hatte, ein ernstes Problem für die Presse- und Meinungsfreiheit darstellt.

In der ATGB-Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die freie Ausübung der Informationspflicht von Journalisten gegenüber der Öffentlichkeit eines der grundlegenden Elemente einer demokratischen Gesellschaftsordnung ist.

In der Erklärung wurde betont: „Nicht Journalismus, sondern das Ins-Visier-Nehmen und Bedrohen von Journalisten ist ein Verbrechen“, und es wurde zum Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit aufgerufen.

„Der Druck auf Journalisten muss aufhören“

Der Verband der Europäischen Türkischen Journalisten reagierte auf den Prozess, der Oya Lale Özan Arslan ins Visier nahm und zu ihrer Verhaftung führte, und forderte die Verantwortlichen in der Türkei auf, von Drohungen und Druck auf Journalisten abzusehen.

Die ATGB unterstützte die verhaftete Journalistin Arslan und betonte, dass ihre Kollegen, die lediglich ihre journalistischen Tätigkeiten ausübten, freigelassen werden sollten.

In der Erklärung wurde folgender Aufruf gemacht:

„Wir verurteilen diejenigen, die unsere Journalistenfreundin Oya Lale Özan Arslan ins Visier nehmen und verhaften. Wir fordern die Verantwortlichen des Landes auf, von Drohungen und Druck auf Journalisten abzusehen. Die ATGB steht an der Seite unserer Kollegin Oya Lale Özan Arslan. Unsere Freundin, die lediglich ihrer journalistischen Pflicht nachgekommen ist, muss sofort freigelassen werden!“

Die ATGB schloss ihre Erklärung mit den Worten: „Journalismus ist kein Verbrechen! Eine freie Presse kann nicht zum Schweigen gebracht werden!“

Die Erklärung wurde im Namen des Vorstands des Verbandes der Europäischen Türkischen Journalisten von dessen Vorsitzendem Recai Aksu abgegeben.