Der weltweit bekannte große Dichter der türkischen Literatur, Nazım Hikmet Ran, wurde anlässlich seines 63. Todestages in Nürnberg, Deutschland, mit einem speziellen Programm gewürdigt. Bei der Veranstaltung, die eine Gedichtlesung, eine Theateraufführung und eine musikalische Darbietung umfasste, trafen das Leben, das literarische Erbe und die von Menschenliebe erfüllten Verse des Meisters der Poesie erneut auf Kunstliebhaber.
Im in Nürnberg tätigen Dialog-Verein stattgefundenen Gedenkprogramm wurden Nazım Hikmets unvergessliche Gedichte von den Teilnehmern vorgetragen. Im Rahmen des Programms wurde außerdem das Theaterstück „Wir gedenken Nazım in seinem 63. Jahr“ aufgeführt, das Ausschnitte aus dem Leben des Dichters thematisierte.

Nazım Hikmets Lebenskampf auf der Theaterbühne
Das Theaterstück, das Nazım Hikmets Polizeiverhöre, Gerichtsverfahren und Gefängnisjahre schildert, stieß bei den Zuschauern auf großes Interesse.
Bei dem von Hasan Polat geschriebenen und inszenierten Stück übernahm Fatma Gül Polat die Regieassistenz. In dem Stück spielten Hıdır Yılmaz, Hakan Ünlü, Cenkay Sezer, Barış Kaya, Bengisu Öztaş und Mine Çakar mit.
Durch die Bühnenperformance wurden Nazım Hikmets Gedankenwelt, sein Freiheitskampf und seine Menschenliebe dem Publikum vermittelt, wobei betont wurde, dass der Meisterdichter nicht nur ein Literat, sondern auch eine wichtige Figur im kollektiven Gedächtnis ist.

„In Nazım Hikmets Versen finden wir alle unsere eigene Geschichte“
Der Autor und Regisseur des Stücks, Hasan Polat, der bei der Veranstaltung sprach, erklärte, dass der Juni eine wichtige Periode für die türkische Literatur sei. Polat erinnerte daran, dass in diesem Monat neben Nazım Hikmet auch andere bedeutende Literaten wie Orhan Kemal und Ahmed Arif gewürdigt werden, und fügte hinzu, dass im Programm auch Gedichte von Orhan Kemal und Ahmed Arif, die sie für Nazım Hikmet verfasst hatten, enthalten waren.
Polat betonte in seiner Rede außerdem, dass die Ereignisse im Sivas Madımak Hotel, in Çorum und Maraş nicht vergessen werden dürfen, und hob die Bedeutung der Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses hervor.
Ali Şahin, Mitglied des Vorstands des Dialog-Vereins, ging in seiner Rede auf Nazım Hikmets Kunstverständnis und seine Menschenliebe ein.
Şahin sagte: „Nazım Hikmet war ein Künstler, der selbst zwischen den Betonmauern des Gefängnisses den Himmel und die Meere träumen konnte. Sein Geist und seine Seele passten niemals hinter Gitter. Er verlor niemals seine Hoffnung, seine Heimatliebe und seine Verbundenheit zu den Menschen.“
Şahin erklärte, dass Nazım Hikmets Gedichte heute in vielen Teilen der Welt weiterhin gelesen werden, und fügte hinzu: „Der Grund dafür ist, dass er den Menschen in seiner einfachsten und wahrhaftigsten Form beschreiben konnte. Da er unsere Freuden, unsere Schmerzen, unseren Kampf und unsere Hoffnung in seine Verse trug, finden wir alle ein Stück von uns selbst in seinen Werken.“

Emotionales Finale mit Nazım Hikmet Liedern
Das Gedenkprogramm endete mit einem Musikkonzert, bei dem der Gesangskünstler Devrim Seven auftrat. Seven trug die nach Nazım Hikmets Gedichten komponierten Werke „Mavi Liman“, „Memleket“ und „Güzel Günler Göreceğiz“ vor und bescherte den Teilnehmern emotionale Momente.
Die in Nürnberg abgehaltene Veranstaltung erinnerte einmal mehr an Nazım Hikmets dauerhaften Platz in der Literaturwelt und seine universellen Botschaften, und zeigte gleichzeitig die Bedeutung von Kunst und Kultur beim Brückenbau zwischen Gesellschaften auf.
Baba Ajans / NÜRNBERG






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