Die Wähler in Berlin werden am Sonntag, den 20. September, für das Landesparlament (Abgeordnetenhaus) und die Bezirksverordnetenversammlungen an die Urnen gehen. Bei dieser Wahl können auch Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, zum ersten Mal bei der Abgeordnetenhauswahl abstimmen. Unter den Kandidaten türkischer Herkunft sticht Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken, hervor.

Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, geht am Sonntag an die Urnen, um ihre politische Zukunft zu bestimmen. Bei den Wahlen am 20. September 2026 wird für das Berliner Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen in den 12 Bezirken abgestimmt. Der offizielle Wahltermin in Berlin ist auf den 20. September 2026 festgelegt.

Eine der bemerkenswerten Neuerungen dieser Wahlen ist, dass 16- und 17-jährige Berliner zum ersten Mal bei der Abgeordnetenhauswahl abstimmen können. Im Rahmen der Änderung des Berliner Wahlgesetzes werden auch junge Wähler bei der Landtagswahl wahlberechtigt sein.

Berlin wählt am Sonntag

Kandidaten türkischer Herkunft treten an

Bei den Wahlen treten auch zahlreiche Kandidaten türkischer Herkunft von verschiedenen politischen Parteien für ein Abgeordnetenmandat an. Unter diesen Kandidaten sticht insbesondere Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken mit türkischen Wurzeln, hervor.

Eralp hat im Wahlkampf insbesondere die Themen Wohnungskrise, hohe Mieten und Sozialpolitik in den Vordergrund gerückt. Die Linke hat die Wohnungsfrage in Berlin zu einem der wichtigsten Themen ihres Wahlkampfes gemacht und setzt sich für die Vergesellschaftung von Wohnungen in den Händen großer privater Wohnungsunternehmen ein.

Die Linke und CDU in Umfragen Kopf an Kopf

Wenige Tage vor der Wahl zeigt sich in den Meinungsumfragen ein sehr enges Rennen zwischen Die Linke und der CDU. In einer INSA-Umfrage vom 15. September lagen CDU und Die Linke mit 20 Prozent gleichauf. In früheren Umfragen hatten die beiden Parteien unterschiedliche Werte erzielt.

Daher zeigen die Umfragen vor der Wahl, dass das Rennen in Berlin bis zu den letzten Tagen offen ist. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Umfrageergebnisse die Wahlergebnisse nicht ersetzen und die offizielle Stimmenauszählung am Wahlabend entscheidend sein wird.

Die Stimmabgabe in Berlin endet am Sonntag, den 20. September, um 18:00 Uhr. Es wird erwartet, dass die ersten Ergebnisse noch am selben Abend bekannt gegeben werden und der Landeswahlausschuss Berlin die vorläufigen Ergebnisse in den frühen Morgenstunden des 21. September verkündet.

Das Wahlsystem in Berlin hat sich geändert

Die Wahlen 2026 bringen eine weitere wichtige Änderung für Berlin mit sich. Bei der Abgeordnetenhauswahl geben die Wähler ihre Erst- und Zweitstimme nicht mehr auf zwei getrennten Stimmzetteln ab, sondern auf einem einzigen Stimmzettel. In Berlin gibt es insgesamt 78 Wahlkreise.

Das Landesparlament hat mindestens 130 Sitze. Ein Teil der Abgeordneten wird direkt aus den Wahlkreisen gewählt, der Rest über Landes- und Wahllisten. Bei den Parlamentswahlen gilt eine Fünf-Prozent-Hürde.

CDU war bei den Wahlen 2023 stärkste Partei geworden

Die letzte Wahl in Berlin war die Wiederholungswahl am 12. Februar 2023. Diese Wahl wurde durchgeführt, nachdem die Wahlen vom 26. September 2021 vom Berliner Verfassungsgericht für ungültig erklärt worden waren.

Bei den Wahlen 2023 wurde die CDU mit 28,2 Prozent der Stimmen stärkste Partei, während SPD und Grüne jeweils 18,4 Prozent erhielten, Die Linke 12,2 Prozent und die AfD 9,1 Prozent der Stimmen bekamen.

Nach diesen Ergebnissen wurde Kai Wegner, der Spitzenkandidat der CDU, zum Regierenden Bürgermeister von Berlin.

Kritische Themen der Wahl 2026

Im diesjährigen Wahlkampf gehören Wohnungs- und Mietpreise, Verkehr, Sicherheit, Bildung, Sozialpolitik, Klima und öffentliche Dienstleistungen zu den herausragenden Themen.

Die Wahl wird auch von Wählern und Kandidaten türkischer Herkunft genau verfolgt. Elif Eralps Kandidatur als Spitzenkandidatin der Linken wird als eine der Entwicklungen angesehen, die die Sichtbarkeit von Kandidaten türkischer Herkunft in der Berliner Politik erhöht.

In Berlin werden die Wähler am Sonntag an die Urnen gehen und sowohl bei der Bildung des neuen Landesparlaments als auch der lokalen Räte in den 12 Bezirken mitentscheiden. Die offiziellen Ergebnisse werden nach Abschluss der Stimmenauszählung vom Landeswahlausschuss Berlin bekannt gegeben.