Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) hat die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel erneut zu Warnstreiks aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.
Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft werden in den größten Handelszentren des Landes wie Berlin, Hamburg, Dortmund, Wiesbaden, Hannover, Oldenburg und Braunschweig breit angelegte Massenkundgebungen stattfinden.

In einer Stellungnahme zum Streikbeschluss warf Ver.di-Vorstandsmitglied Silke Zimmer den Arbeitgeberverbänden vor, den Prozess bewusst zu verzögern.
Zimmer sagte: „Die Arbeitgeber blockieren in dieser Verhandlungsrunde den Prozess erneut. Deshalb werden wir den Druck auf sie weiter erhöhen. Wer seinen Beschäftigten gegenüber so unverantwortlich handelt, gefährdet die Zukunft des größten privaten Wirtschaftszweigs dieses Landes.“
Die Gewerkschaft hat die Namen der Unternehmen, die von der heutigen Streikwelle betroffen sein werden, nicht offiziell bekannt gegeben. Vertreter der Branche warnten, dass die Arbeitsniederlegungen zu lokalen Störungen im Ladenbetrieb und langen Warteschlangen führen könnten.
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<Forderung der Gewerkschaft
Die Gewerkschaft Ver.di fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 7 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Die Gewerkschaft fordert zudem, dass diese Erhöhung als Sockelbetrag von mindestens 225 Euro monatlich in die Gehälter einfließt.
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<Die Arbeitgeberseite hat ihrerseits kürzlich ein überarbeitetes Zweijahrespaket für die Bundesländer vorgelegt. Dieser Vorschlag sieht eine gestaffelte Lohnerhöhung von 2,4 Prozent ab November und 2 Prozent ab August 2027 vor.
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Die Gewerkschaftsführung lehnte dieses jüngste Angebot der Arbeitgeber als unzureichend angesichts der Inflation kategorisch ab.
Laut den von Ver.di veröffentlichten Branchenzahlen sind bundesweit rund 5,2 Millionen Menschen im Handel und Einzelhandel beschäftigt.
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