Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Halle, dass in fünf Bundesländern Adressen durchsucht wurden, da der Verdacht besteht, dass der Verein „Artgemeinschaft“ seine Aktivitäten fortsetzt.

Es wurde mitgeteilt, dass die Durchsuchungen im Rahmen einer Untersuchung gegen 15 Verdächtige stattfanden, denen vorgeworfen wird, den Verein zu unterstützen.

Das Magazin Spiegel berichtete, dass die Durchsuchungen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Niedersachsen stattfanden.

Es wurde ferner behauptet, dass die Durchsuchungen auch Simon Lansmann und Sebastian Koch betrafen, die bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt als Kandidaten der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) aus der Stadt Gardelegen angetreten waren.

Im Juni hatte Lansmann eine Veranstaltung ausgerichtet. Die Polizei kontrollierte bei dieser Veranstaltung die Zugänge und identifizierte Personen, die mit dem Verein „Artgemeinschaft“ in Verbindung standen.

Es wurde berichtet, dass bei der Veranstaltung eine Zeremonie stattfand, die an die Rituale des Vereins „Artgemeinschaft“ erinnerte. Dabei soll ein Lied aus der Zeit des nationalsozialistischen Deutschlands, der Hitlerjugend, gesungen worden sein.

Das Bundesinnenministerium hatte im September 2023 die Aktivitäten des Vereins „Artgemeinschaft“ verboten. Es wurde festgestellt, dass der Verein gegen die verfassungsmäßige Ordnung des Landes verstößt und eine neonazistische, rassistische, fremdenfeindliche und demokratiefeindliche Struktur aufweist.