Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, erklärte, dass Russland auf die von Deutschland aufgrund des Drohnenvorfalls am Flughafen Leipzig-Halle getroffenen Entscheidungen reagieren werde, und fügte hinzu: „Berlin hat sich unter einem erfundenen Vorwand erneut dafür entschieden, die Spannungen in den bilateralen Beziehungen zu eskalieren.“

Sacharowa, die mit der russischen Nachrichtenagentur TASS sprach, bewertete Deutschlands Entscheidung, einige Maßnahmen gegen Russland zu ergreifen, mit der Begründung, dass am Flughafen Leipzig-Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne gefunden worden sei.

Sacharowa wies darauf hin, dass Deutschland keine Beweise für den Drohnenvorfall vorgelegt habe, und sagte:

„Berlin hat sich unter einem erfundenen Vorwand erneut dafür entschieden, die Spannungen in den bilateralen Beziehungen zu eskalieren. Es wurden keine ernsthaften Beweise vorgelegt, weil es keine Beweise gibt und auch keine geben kann. Sie haben einen Vorwand erfunden. Im Gegensatz dazu hat sich Berlin durch die Anheizung der Ukraine-Krise an Terrorakten gegen Zivilisten beteiligt. Das Russische Haus störte Berlin schon lange. Aus diesen Gründen suchten sie nach einem Vorwand zum Handeln. Moskau wird auf alle gegen Russland getroffenen Entscheidungen reagieren.“

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte ebenfalls gegenüber Journalisten zu diesem Thema: „Es ist schwierig, dies zu kommentieren, da solch schwerwiegende Anschuldigungen durch Beweise untermauert werden müssen. Es wurden keine Beweise vorgelegt. Deutschland verfolgt den Weg der Eskalation.“

Die deutsche Regierung hatte heute eine Reihe von Maßnahmen angekündigt und erklärt, dass die in der Untersuchung zum Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig-Halle gewonnenen Erkenntnisse Russland die Verantwortung zuschreiben.

Gemäß der Entscheidung wird das russische Generalkonsulat in Bonn ab dem 18. September geschlossen, der Vertrag bezüglich des Russischen Hauses in Berlin wird gekündigt, die Einreisekontrollen für russische Staatsbürger werden verschärft und der Druck auf Russlands sogenannte Schattenflotte wird erhöht.