Die Europäische Vereinigung Türkischer Journalisten (ATGB) hat die Ablehnung von Akkreditierungen für regierungskritische Medien und die Festnahme von Journalisten vor dem NATO-Gipfel in Ankara scharf verurteilt. Die ATGB betonte, dass „Journalismus keine Straftat ist“ und wies auf die Bedeutung der Pressefreiheit hin.
Vor dem NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, der am 7. und 8. Juli in Ankara stattfinden wird, wurde behauptet, dass die Akkreditierungsanträge zahlreicher regierungskritischer Medien ohne Angabe von Gründen abgelehnt wurden.
Es wurde behauptet, dass viele Presseorgane, darunter Cumhuriyet, ANKA Haber Ajansı, Sözcü, Halk TV, T24, Medyascope und İlke TV, nicht am NATO-Akkreditierungsverfahren teilnehmen durften.
In dem Schreiben, das angeblich von der Akkreditierungsstelle des NATO Strategic Communications Office versandt wurde, hieß es, die Entscheidungen seien „endgültig“, wobei das Fehlen eines Einspruchsrechts und die Nichtangabe von Gründen auffielen.
Transparenzkritik vom RSF-Türkeitreffen
Erol Önderoğlu bewertete den Prozess und erklärte, dass die Akkreditierungsentscheidungen intransparent seien, und fügte hinzu: „Die Nichtangabe von Ablehnungsgründen und die Missachtung des Einspruchsrechts sind inakzeptabel.“
Reaktion auf die Festnahme von Journalisten
Die angeblichen grundlosen Festnahmen von Buse Söğütlü, Außenpolitik-Redakteurin bei T24, und Ceren Erdoğdu, Redakteurin bei OdaTV, vor dem Gipfel lösten ebenfalls öffentliche Empörung aus.
In einer Erklärung des Türkischen Journalistenverbandes wurde betont, dass es inakzeptabel sei, Journalisten wegen ihrer journalistischen Tätigkeit unter Druck zu setzen und sie mit der Androhung von Festnahmen zum Schweigen zu bringen. In der Erklärung wurden die Behörden aufgefordert, im Einklang mit der Verfassung und den Berufsprinzipien zu handeln.
Reaktion auf die Verhaftung von Deniz Göktaş
Auch der Komiker und Uykusuz-Autor Deniz Göktaş, der in den letzten Tagen nach seiner Rückkehr aus dem Ausland nach einer Festnahme verhaftet worden sein soll, stand im Mittelpunkt der Erklärung.
Es wurde angegeben, dass Göktaş wegen der Vorwürfe der „Beleidigung des Präsidenten“ und „Herabwürdigung religiöser Werte“ verhaftet wurde, und es wurde berichtet, dass er in seiner Aussage verteidigte, dass die betreffenden Äußerungen im Rahmen politischer Kritik stünden.
ATGB: „Journalismus ist keine Straftat“
In der Erklärung der Europäischen Vereinigung Türkischer Journalisten wurde erklärt, dass die Eingriffe in die Pressefreiheit nicht mit den Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft vereinbar seien, und es wurde folgende Einschätzung abgegeben:
„Nicht der Journalismus ist eine Straftat, sondern die Anprangerung und Bedrohung von Journalisten. Die Presse- und Meinungsfreiheit ist die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft.“
Die ATGB forderte die sofortige Freilassung von inhaftierten und festgenommenen Journalisten sowie von Deniz Göktaş.
Aufruf von Recai Aksu
Der Vorsitzende Recai Aksu, der im Namen des ATGB-Vorstands eine Erklärung abgab, erklärte, dass die Eingriffe in die Pressefreiheit inakzeptabel seien und forderte die Behörden auf, im Einklang mit der Rechtsstaatlichkeit zu handeln.






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