Die Türkische Gemeinde in Berlin-Brandenburg (TBB) hat auf die wachsenden Sorgen von LGBTIQ+-Personen türkischer Herkunft hingewiesen, die sich aus den Entwicklungen in der Türkei ergeben. Die TBB richtete einen Appell an politische Entscheidungsträger und öffentliche Institutionen. Die Organisation forderte eine umfassendere Bewertung der Schutzbedürfnisse queerer Menschen und eine Stärkung der bestehenden Unterstützungsmechanismen.

In ihrer Erklärung betonte die TBB, dass die Schutzbedürfnisse von Personen berücksichtigt werden müssen, die aus der Türkei kommen oder bei einer Rückkehr in die Türkei aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gefährdet sein könnten.

Sechs Forderungen der TBB

Die TBB forderte von den politischen Behörden und den zuständigen öffentlichen Institutionen insbesondere die folgenden Schritte:

  • Persönliche und umfassende Bewertung der Schutzbedürfnisse von LGBTIQ+-Personen, die aus der Türkei kommen,
  • Erweiterung der bestehenden Schutzmöglichkeiten für queere Menschen,
  • Keine Abschiebung von Personen, die bei einer Rückkehr in ihr Herkunftsland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gefährdet sein könnten,
  • Erhöhung des Bewusstseins für die besonderen Umstände, mit denen queere Geflüchtete beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und in den Ausländerbehörden konfrontiert sind,
  • Leichterer Zugang zu unabhängigen, intersektionalen und queer-sensiblen Beratungsdiensten im Bereich des Migrationsrechts,
  • Ausreichende und nachhaltige Finanzierung von Beratungs- und Unterstützungsdiensten für queere Migrant*innen.

„Sorgen dürfen nicht ignoriert werden“

Am Ende ihrer Erklärung betonte die TBB, dass die Sorgen der queeren Gemeinschaft türkischer Herkunft in Berlin berücksichtigt werden müssen.

Die TBB übermittelte die Botschaft: „Die Sorgen der queeren Gemeinschaft türkischer Herkunft in Berlin dürfen nicht ignoriert werden.“ Sie forderte, dass die besonderen Umstände, mit denen LGBTIQ+-Personen insbesondere in Migrations-, Asyl- und Schutzverfahren konfrontiert sein können, berücksichtigt werden.

In der Erklärung wurde ferner darauf hingewiesen, dass die Stärkung von Beratungs- und Unterstützungsmechanismen für queere Menschen türkischer Herkunft von Bedeutung ist, um ihren Zugang zu Rechten und rechtlicher Unterstützung zu gewährleisten.