Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat angesichts zunehmender Hassverbrechen zur Solidarität mit queeren Menschen aufgerufen. Die TGD betonte, dass der Kampf für Demokratie und Gleichheit gemeinsam geführt werden müsse.
Die TGD veröffentlichte anlässlich des Christopher Street Day (CSD) in Berlin eine Erklärung. Darin wurde der queeren Gemeinschaft offene Unterstützung zugesagt. Die TGD stellte fest, dass Queerfeindlichkeit und Rassismus aus demselben Hassverständnis gespeist werden. Es wurde zu einem gemeinsamen Kampf gegen Angriffe auf unterschiedliche Identitäten aufgerufen.

Die TGD-Co-Vorsitzende Mehtap Çağlar erklärte, dass rechtsextreme Ideologien die gesellschaftliche Vielfalt ins Visier nehmen. Çağlar führte aus, dass diese Ideologien keinen Unterschied zwischen Herkunft, Religion, Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung machen. Çağlar betonte die Solidarität mit den Worten: „Keine Gruppe ist sicher, wenn eine andere Gruppe angegriffen wird. Der Kampf der queeren Gemeinschaft ist auch unser Kampf.“
Laut der Erklärung fielen die Daten der Beratungsstellen auf. Im Jahr 2025 wurden rund 325 queerfeindliche Gewalttaten registriert. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die tatsächliche Zahl höher sein könnte, da viele Opfer ihre Erlebnisse nicht melden.
Die TGD wies zudem auf die jüngst gestiegenen Drohungen gegen CSD-Veranstaltungen hin. Die Kürzung öffentlicher Fördergelder für zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich gegen Hassverbrechen einsetzen, wurde kritisiert. In der Erklärung wurde betont, dass die Zivilgesellschaft langfristig und stark unterstützt werden müsse, um Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte schützen zu können.





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